Foto: Aitor Ayesa

Eine besondere Erwähnung verdient der Kirchturm, der sich freistehend zu Füßen des Gotteshauses befindet.

Es handelt sich um einen alten Wehrturm, der an der Westseite zur Verteidigung der Stadtmauern diente. Er stand im Schutz des großen Kastells und seinen Türmen, das die Nordseite des Dorfes verteidigte. Er hat eine quadratische Grundfläche, wie es für die Bauwerke aus dem Norden Italiens und den katalanischen Pyrenäen zu Beginn der Romanik typisch war.

Es können zwei Bau- und Stilepochen unterschieden werden.

Die erste entspricht der Romanisch-Gotischen Übergangszeit (Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts). Davon zeugen die gekuppelten Paarfenster und der Bogen der Ostseite. In den Zwickeln der oberen Fenster der Ostseite sieht man die Figur des Heilands, die romanische Einflüsse erkennen lässt und die wahrscheinlich von einem anderen Gebäude stammt.

Die zweite Epoche vom XIII. bis zum XIV. Jahrhundert wird in den Fenstern des ersten Stockes sichtbar und im Bild vom Heiligen Benedikt über dem östlichen Balkon, in einem Spitzgiebel mit einem Rosenkranz.

Es wurde angenommen, der Turm gehöre zu einem Kloster (daher das Abbild des Heiligen Benedikt) und er wurde lange Zeit 'torre abacial-Abteiturm' genannt.

Zu Füßen des Turms gab es eine Regenwasserzisterne, die den Bewohnern des Ortes kostbares Wasser lieferte.